VJing als Visual Jockey
(Definition Wikipedia)
"Ein Visual Jockey (VJ) ist ein Videokünstler im Kontext von Musikveranstaltungen (Partys, Konzerte, etc.). Er erweitert dabei die Audioperformance (z. B. eines DJs) um eine visuelle Komponente. Er bedient sich der Computertechnik (2D-/3D-Animationen, VJ-Software, etc.) und/oder analoger Videotechnik und erzeugt seine Visuals in Echtzeit auf einem Anzeigemedium (Fernseher, Monitor, Beamer, etc.).
Begriffsherkunft und -abgrenzung
Die Abkürzung VJ entwickelte sich in Anlehnung an die Begrifflichkeit des Discjockeys (DJ) und des Lightjockeys (LJ). Nicht zu verwechseln ist der Visual Jockey mit dem Video Jockey. Die in TV-Musiksendungen stattfindende Moderatoren-Tätigkeit eines Video Jockeys unterscheidet sich deutlich von der künstlerischen Performance eines Visual Jockeys."
Geschichte des Vjing (aus VJ-Tutorial von Benjamin Jantzen)
"Schon Aristoteles und Pythagoras vermuteten 500 v. Chr. einen Zusammenhang zwischen der Tonleiter und dem Spektrum der Regenbogenfarben. Dieser Gedanke faszinierte in der Renaissance (1400 - 1500) zahlreiche Künstler darunter Leonardo da Vinci, Athanasius Kircher (der Erfinder der Laterna Magica) und Giuseppe Archimboldo. Um 1700 entwickelte dann Pater Louis Bertrand Castel ein Cembalo, auf welchem ein Kasten stand mit 60 gefärbten Gläsern, die jeweils mit einer Taste verbunden waren. Eigentlich die erste „Hardware“ fürs VJing. Anfang des 20. Jahrhunderts, mit Aufkommen der Elektrizität, wurden dann etliche weitere Maschinen/Instrumente erfunden. Um 1960 kamen dann die ersten VJs auf, die mit Hilfe von Ölen und anderen Flüssigkeiten in einer Clubumgebung Shows machten. Heute noch bekannt in Form von Lavalampen und Ölscheiben. 1970 experimentierte dann Nam June Paik als erster in einem Künstlerischen Sinn mit der Videotechnik. Ende der 70er mit Aufkommen der Videorekorder begannen dann erste Clubs in New York (Peppermint Lounge) Fernseher als Dekoration aufzustellen, welche von VJs bespielt wurden. Richtig los ging es dann um die Jahrtausendwende, als PC’s und Videotechnik auch im Hobbybereich bezahlbar wurden."


